Döttingen

Erst vor einem Monat renoviert: «Rebhüsli im Lee» wird erneut Opfer eines Vandalenaktes

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, seit dem letzten unschönen Vorfall. Nun wurde das renovierte Rebhäuschen im Lee erneut von Vandalen beschädigt.

«Es ist enttäuschend!», heisst es in einem Facebook-Post vom Weingut zum Sternen aus Würenlingen. Nicht einmal einen Monat nach der Renovation wurde das «Rebhäuschen im Lee» in Döttingen erneut Opfer von Vandalen.

Am Sonntagmorgen meldeten Anwohner, in der vergangenen Nacht Lärm beim Rebhäuschen gehört zu haben. Ein Kontrollgang brachte schliesslich die Gewissheit: Der Sockel einer Bronzeskulptur wurde aus der Verankerung gerissen. Überall lag Abfall. Sogar auf dem Dach waren Flaschen zu finden, wie Marion Kudernatsch vom Weingut zum Sternen berichtet.

Auch der Fensterladen war eingedrückt. Offenbar hatten die Täter versucht, sich Zugang zum Häuschen zu verschaffen. Dabei gäbe es dort gar nichts zu holen, so Kudernatsch: «Das Häuschen ist leer.»

Diesmal blieb die Statue auf dem Sockel

Dabei stand die Bronze-Plastik «Neue Balance» des Künstlers Erich Hauser erst seit Anfang Juli wieder vor dem frisch renovierten «Rebhüsli». «Weil Weinbau Kunst ist, darf Kunst im Weinberg nicht fehlen», formulierte CVP-Grossrat Andreas Meier, Inhaber und Geschäftsführer des Weingut zum Sternen, zu diesem Anlass. Vor ziemlich genau einem Jahr, im Juli 2019, wurde die Statue bei einem Vandalenakt komplett vom Sockel gerissen.

Dieses Mal gelang das den Übeltätern nicht. Das hat auch seinen Grund: «Die Statue wurde besonders gut auf dem Sockel gesichert», sagt Marion Kudernatsch. Nun müsse allerdings der Sockel selbst wieder befestigt werden. Auch weitergehende Massnahmen zum Schutz vor Vandalismus, wie etwa die Installation einer Überwachungskamera, würden derzeit geprüft.

Ob es sich bei den Tätern um dieselben wie vor einem Jahr handelt ist natürlich unklar. Dennoch habe das Weingut Anzeige gegen unbekannt erstattet. «So ein Verhalten ist einfach respektlos», sagt Kudernatsch und verspricht sogar eine grosszügige Belohnung für Hinweise, die zur Auffindung der Täterschaft dienen.

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