Aesch

Borkenkäfer-Höhenfeuer statt 1.-August-Feier: Was sagten die Dorfbewohner dazu?

Statt einer Feier in einer Waldhütte in Aesch organisierte die Gemeinde ein gemütliches Zusammensein bei einem Höhenfeuer.

Zwar war auch in Aesch die 1.-August-Feier abgesagt worden. Anders als in anderen Limmattaler Gemeinden wurde sie aber nicht ersatzlos gestrichen. Als Ersatz für die 1.-August-Feier organisierte die Gemeinde Aesch nämlich beim Bänkli Horn ein Höhenfeuer. Bei diesem war ein gemütliches Zusammensein möglich.

Beim Bänkli Horn türmte die Gemeinde auf einem Feld etwa 40 Kubikmeter Holz aus dem Aescher Wald auf. Ein grosser Teil dieses Holzes war so­genanntes Käferholz. Also Holz, welches vom Borkenkäfer be­fallen war. Kurz nach dem Eindunkeln wurde das Feuer entzündet. Das Holz brannte aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit sehr gut. Auch die Feuerwehr war vor Ort. Aber nicht um das Feuer zu löschen, sondern um Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. So wurde um das Feuer Wasser verteilt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Organisiert wurde das Höhenfeuer vom Aescher Revierförster und SVP-Gemeinderat Roland Helfenberger. Auch beim Höhenfeuer an der Bundesfeier der SVP Uitikon hat er mitgeholfen.

«Gut, dass trotzdem so etwas auf die Beine gestellt wurde»

Die Aescherinnen und Aescher waren sichtlich enttäuscht davon, dass die Feier abgesagt wurde. So auch Stephanie Koch: «Es ist schön, dass mit dem Höhenfeuer etwas von der Gemeinde gemacht wurde, aber das 1.-August-Gefühl fehlt halt schon. Man sieht halt die Leute nicht und auch das Essen fehlt.» Andere Aescher sehen es ähnlich wie Stephanie Koch. Sie finden es ebenfalls gut, dass die Feier nicht wie in anderen Gemeinden ersatzlos gestrichen wurde. «Es ist natürlich nicht das gleiche. Mir fehlt das Zusammensein mit den Leuten und es ist schade um die Reden. Ich finde es aber gut, dass trotzdem so etwas auf die Beine gestellt wurde», sagte Kerstin Rasi aus Aesch.

«Die Gemeinde muss eine Vorbildfunktion einnehmen»

Dennoch stand die Mehrheit der Anwesenden hinter der Entscheidung, welche die Gemeinde getroffen hatte. Auch die Aescherin Karin Engeli unterstützt die Entscheidung der Gemeinde: «Ich finde es eine sinnvolle Entscheidung, vor allem mit den steigenden Fallzahlen. Die Gemeinde muss da eine Vorbildfunktion einnehmen.»

Normalerweise hätte Aesch den 1. August bei der Waldhütte gefeiert. Die Feier hätte hierbei draussen stattgefunden. «Bei Regen hätten wir die Feier in die Waldhütte verschieben müssen. In der Hütte wäre es aber nicht mehr möglich ge­wesen die Abstände einzuhalten», erklärt Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum). Aus diesem Grund habe man sich für eine Absage der Feier entschieden.

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