Kommende Saison

Die National League lockt: Dem EHC Olten drohen im Sommer Abgänge

Wer bleibt? Wer geht? Wer kommt? EHC-Olten-Sportchef Marc Grieder bastelt schon jetzt kräftig am Team der kommenden Saison. Dabei muss er sich gedulden - und auch aufs Portemonnaie schauen.

Die Qualifikation der Swiss League neigt sich dem Ende zu. Schon in gut fünf Wochen beginnen die Playoffs und damit die entscheidende Phase der laufenden Saison. EHCO-Sportchef Marc Grieder ist trotz der bevorstehenden, heissen Meisterschaftsphase schon seit geraumer Zeit daran, das Team für die Saison 20/21 zusammenzustellen. Keine leichte Aufgabe, da einzelne Spieler der Oltner mit ihren zuletzt starken Leistungen das Interesse von National-League-Klubs auf sich gezogen haben. Ein Überblick über den derzeitigen Stand der Dinge im EHCO-Personalwesen:

Tor: Mit dem bewährten Duo

Simon Rytz hat seinen Vertrag in Olten unlängst um zwei Jahre verlängert. Auch bei Silas Matthys sieht es bezüglich eines Verbleibs beim EHCO gut aus. Die beiden Parteien sind nahe an einer Einigung für eine Verlängerung über die kommende Saison hinaus.

Verteidigung: Es drohen Abgänge

Mit Philipp Rytz, Dan Weisskopf, Janis Elsener, Cédric Maurer und Stephane Heughebeart besitzen fünf Mann einen gültigen Vertrag für die kommende Saison – wobei Elsener und Maurer Ausstiegsklauseln für die National League haben. Daniel Eigenmann und Anthony Rouiller haben von Marc Grieder schon vor ein paar Wochen konkrete Offerten für eine Verlängerung erhalten. Beide warten aber noch ab. Sie möchten sich die Möglichkeit, bei einem National-League-Team zu landen, so lange wie möglich offenhalten. Einen Vertrag in der höchsten Liga (Biel?) hat dem Vernehmen nach schon Riccardo Sartori im Sack. Der Tessiner hat von Anfang an klargemacht, dass der EHCO für ihn nur eine Zwischenstation auf dem Weg zurück in die NLA sein wird. Noch offen ist, was mit Simon Lüthi passiert.

Sturm: Horansky wohl weg, dafür dürfte Nunn bleiben

Verträge für die kommende Saison besitzen Jewgeni Schirjajew, Dion Knelsen, Alban Rexha, Michael Rudolf, Diego Schwarzenbach und Silvan Wyss. Ebenso in Olten bleiben wird Dominic Weder, dessen Option auf eine Vertragsverlängerung eingelöst wurde. Die wichtigste, offene Personalie betrifft hier Stan Horansky. Dass Ambri-Piotta starkes Interesse am Slowaken mit Schweizer Lizenz (19 Spiele/31 Punkte) hat, ist inzwischen ein offenes Geheimnis. Ebenso, dass Horansky davon träumt, in der höchsten Liga Fuss zu fassen. Marc Grieder hat dem 25-Jährigen ein Angebot gemacht und würde ihn natürlich liebend gerne behalten. Aber den Abgang des besten «Schweizer» Stürmers wird er realistischerweise kaum verhindern können. Ebenso wichtig ist die Position des zweiten Ausländers. Hier sieht es danach aus, dass die Option auf eine Vertragsverlängerung mit Garry Nunn eingelöst wird. Eine Entscheidung soll zeitnah fallen, damit alle Parteien Klarheit haben. Der Kanadier hat nach einem schwachen Saisonstart zuletzt zu überzeugen vermocht. Offen ist derzeit noch, wie es mit Lukas Haas, Esbjörn Fogstad Vold und Jérome Lanz weitergeht. Das Schicksal der B-Lizenz-Spieler Joel Salzgeber und Keijo Weibel liegt in den Händen ihres Ausbildungsklubs SCL Tigers. Nicht ausgeschlossen aber, dass die beiden auch in der kommenden Saison wieder zum EHCO-Kader gehören.

Dritter Ausländer: Kein Thema

Im Hinblick auf die Playoffs stellt sich automatisch die Frage, ob man zur Absicherung noch einen dritten Ausländer verpflichten will. Stand jetzt ist es der Zuzug eines zusätzlichen Söldners nicht vorgesehen. Die Playoffs beginnen in einem Monat. Entsprechend könnte eine Verletzung bei Knelsen oder Nunn zu einem Umdenken führen.

B-Lizenzen: Höchstens ein paar Basler

Grundsätzlich wird der EHCO mit dem bestehenden Kader in die Playoffs starten. Ergänzt wird die Mannschaft als Absicherung höchstens noch durch zwei, drei Spieler vom MySports-League-Partnerteam EHC Basel.

Transfers: Grieder in der Warteschlaufe

Momentan steckt Marc Grieder, wie beschrieben, bei ein paar Personalien in der Warteschlaufe, was natürlich wiederum Auswirkungen auf seinen Handlungsspielraum bezüglich Neuverpflichtungen hat. Klar ist schon jetzt: Die Mannschaft muss noch einmal billiger werden im Vergleich zur aktuellen Ausgabe. Trotzdem hat der EHCO-Sportchef den einen oder anderen interessanten Spieler im Visier. Und: Auch wenn allfällige Abgänge Richtung National League schmerzen, so haben diese auch ihre guten Seiten: Der EHC Olten wird für talentierte Spieler zunehmend interessant als Sprungbrett für höhere Aufgaben.

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