Massnahme

Nach anfänglicher Corona-Offensive: UBS fährt das Fiebermessen beim Personal runter

Hauptsitz der UBS am Zürcher Paradeplatz: Angestellte können sich ihre Temperatur nun freiwillig und alleine messen.

Die Grossbank gehörte zu jenen Konzernen, die auf Nummer sicher gehen wollte. Die Angestellten mussten sich beim Eintritt ins Büro ihre Temperatur nehmen lassen. Nun schaltet die Firma einen Gang runter.

Sicher ist sicher - dachte sich die UBS, als sich die Corona-Pandemie in der Schweiz stark ausbreitete und der Lockdown über das Land verhängt wurde. Deshalb führte die Grossbank vor mehreren Wochen an mehreren Standorten hierzulande das systematische Fiebermessen ein. Dabei wurde sogar externes Personal angestellt, das den Angestellten beim Eintritt ins Bürogebäude jeweils die Temperatur mass.

Doch seit Anfang Monat wurde der flächendeckende Temperatur-Check deutlich eingeschränkt. Dies bestätigt eine Sprecherin auf Anfrage – und widerspricht somit der Darstellung des Branchenportals «Inside Paradeplatz». Dieses hatte vor einigen Tagen getitelt: «UBS misst Personal ständig die Temperatur». Dies sei das neue Büroleben bei der Grossbank.

Auch Nestlé greift zum Fiebermesser

Neu ist hingegen das Zurückfahren der Massnahme. Seit Anfang Monat liegen nur noch an einigen Stellen wie zum Beispiel bei Aufzügen Messgeräte für den eigenen Gebrauch. Heisst: Wer seine Temperatur messen möchte, kann dies selber tun, muss dies aber nicht. Die Rede ist von Self-Service-Stationen. Laut der Sprecherin würden diese gut benutzt und man appelliere an die Selbstverantwortung.

Bekannt ist, dass auch andere Grosskonzerne wie Nestlé und die Zurich Versicherung das Fiebermessen zur Kontrolle für die Arbeit im Büro eingeführt haben.

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